Montag, 11. März 2013

Karaoke, Reisschnaps und vietnamesische Gastfreundschaft vom Feinsten

Als wir eben in besagtes Dorf einbogen, lugten wir um die Ecke und sahen einen Haufen Vietnamesen, die ins Mikrofon groelten. Unglaublich schraeg, unglaublich besoffen, aber unglaublich gluecklich. Mehrere Generationen gleichzeitig schienen ein riesiges Fest zu feiern und ploetzlich winkten sie uns einfach hinzu und setzten uns auf die Bank vor dem Fernseher, gaben uns Reiswein aus Bambusroehren und fuellten uns mit Reisschnaps ab. (Als ich am Abend dann mein Desinfektionsmittel benutzte, konnte ich dies sehr stark mit diesem Schnaps assoziieren...). Irgendwann hatten sie uns dann soweit, dass wir 'Father and Son' von Cat Stevens ins Mikro bruellten und uns in einem Haufen vietnamesischer Feierwuetigen befanden. Einige Minuten spaeter hatten wir dann auch ploetzlich traditionelle Roecke an und tanzten mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Grosseltern in einem Kreis. Das war mal eine Erfahrung sag' ich Euch. So nette Menschen auf einem Haufen, teilen alles mit uns und sind einfach nur wahnsinnig gluecklich. Mitten am Tag zu trinken und zu tanzen, irgendwo im Nirgendwo... Was gibt es Besseres? Pures Lebensgefuehl!
Danach schleppten sie uns dann auch noch zum lokalen Fussballderby. Geschossen wurde auf Tore (3 Bambusstabe, die auch merhmals zusammenbrachen...) und wir sassen gemeinsam mit den Frauen am Rand und johlten ud poebelten in vietnamesisch-deutscher Gemeinsamkeit. Gegen Spaetnachmittag verabschiedeten wir uns allerdings, um in der untergehenden Sonne noch zurueck zu laufen und anschliessend 2000 Stufen auf den Berg zu kraxeln. Trotz etwas vernachlaessigter Kondition und ubermaessigem Schweissuasbruch schafften wir es nach ganz oben und genossen einen herrlichen Ausblick uber ganz Mai Chau.
Danach hiess es nur noch: HUNGER. Mal wieder gab es Chicken und reis mit Sojasosse. Und ein Schafferbier. Dieses 'Festmahl' schmeckte besser, als man es soch vorstellen kann. Eine wahre Belohnung fuer einen irrsinnigen Tag. Laut Fremdenfuehrer (den wir Gott sei Dank zufaellig in Ban Lac trafen) faehrt der Bus nach Hanoi um 5.15, sodass wir nach einer kurzen Nacht fruehmorgens auf dem Markt standen (Busstation fehlend) und warteten. Und warteten. und warteten. Doch man glaubt es kaum, es ging alles gut. Um 9.30 kamen wir in Hanoi an und konnten ganz planmaessig unseren Flug nach Bangkok antreten. Jetzt sind wir dort auch in unserem Lieblingshostel Lub D angekommen und geniessen die Zivilisation.
ingrid.buehrle - 12. Mär, 18:28

Ankunft

Liebe Marnie,danke für Deinen wunderbaren Bericht.Alle Achtung
vor Eurem Mut so ins Unbekannte zu reisen,sogar zu wandern !
Ich glaube nicht, daß man bei einer geführten Reise so viel erleben kann,vor allem bleiben einem die Menschen fremd.Der Kontakt ist zu kurz.Ihr werdet Euer Mittanzen, Mitessen ,Mitsau... nie vergessen.
Sicher seid Ihr erleichtert gewesen Euren Weiterflug noch erreicht zu haben. Bin mal gespannt wie Ihr Neuseeland erobert. Hier hat sich leider der Winter zurückgemeldet. Wir würden ihn gerne mal in die Wüste schicken..Weiterhin tolle Abenteuer! Oma

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