Gegen Emirates kommt halt einfach keiner an. Zwar gab sich die Lufthansa echte Mühe, aber an die Emiraten kamen sie einfach nicht ran. Dennoch konnte ich trotz betraechtlich eingeschraenkter Beinfreiheit ein wneig Schlaf finden, um mit schiefem Ruecken und dem herrlichen Geruch von angbranntem Fruehsteucksei aufgeweckt zu werden. Puenktlich (das haben die Deutschen ja bekanntlich drauf...) um 14.12 landeten wir in Shanghai, am Pudong International Flughafen. Und dann ging's auch schon los:
Da mich die Abenteuerlust packte, dachte ich mir, ich versuche mal die Metro. Also fuer umgerechnet 1$ mit der Linie 2 Richtung East Hxing gefahren. In der Metro ein non-plus-ultra feines Aliengefuehl: Als einzige westliche Person stach ich mit meinen 1,80 wirklich sehr dezent aus der Menge kleinwuechsiger, weiss gesichtiger und duenner Asiaten hervor wie eine Fichte in der Sahara. Des Weiteren verpasste ich noch eien Fahrplanaenderung und fand mich dann urploetzlich an einer Station rueckwaerts wieder... Aber macht ja nichts, man kann ja einfach wieder zurueck fahren. Gesagt getan und an der vo Hostel beschriebenen Haltestelle ausgestiegen.
Doch wie das halt so ist mit Wegbeschreibungen, Stadtplaenen, grossen Staedten und mir war ich nach 15 min Fussweg schon heillos verloren. Zwei Stunden spaeter schaffte ich es aber dann doch noch in das Rock&Wood Hostel... sehr zur Belustigung der Rezeptionistin. Das Hostel hat fuer sienen Preis (7$ die Nacht) sehr netten Charme, ist sauber und gepflegt und erinnert stark an unser Lieblingshostel Lub D in Bangkok. Allgemein musste ich sehr oft an Bangkok denken auf meiner kleinen, aber feinen 2stuendigen, unfreiwilligen Erkundungstour durch den Chniang District hier in Shanghai. Alles ist weder sauber noch wirklich dreckig, die Menschen fahren wie die Huehner ohne Kopf mit ihren Mofas durch die Strassen und an jeder Ecke bekommt man irgendwas zu essen; nur ist es hier ein wneig gehobener... Man merkt den deutlichen, auch wirtschaftlichen, Unterschied zwischen China und Thailand sofort.
Tja und jetzt sitze ich in der gemuetlichen Lobby im Hostel und warte darauf, dass die Muedigkeit einsetzt.
marnie hensler - 16. Jun, 13:24
Jetzt war man mal zwei Wochen im guten alten Freiburg und schon sitzt man wieder am Flughafen. Diesmal in der schicken, sehr modernen vitra Design Lounge am Muenchner Flughafen. Deluxe.
In einer Stunde geht es in den Flieger nach Shanghai, um mich in ein neues Abenteuer zu stürzen. Gerade eben noch auf dem Familienfest am gemütlichen Tegernsee in Bayern und schon auf dem Weg in die Millionenstadt. Einen Monat lang werde ich in einem Kindergarten Englisch unterrichten und anschliessend noch fuer eine Woche nach Peking fahren... Eine spannende Zeit liegt vor mir und ich darf auch an dieser Stelle wieder einmal all den lieben Menschen danken, die mich immer unterstützen, egal was fuer eine verrueckte Idee ich mir in den Kopf setze... Ihr seid immer da und macht das alles mit, emotional, finanziell und körperlich. Ein dickes Dankeschoen an meine atemberaubende Familie, ihr seid die Größten! So und jetzt gehts los... jetzt heisst es wohl wieder back on the road again!
marnie hensler - 15. Jun, 19:52
Mit meiner Freundin Julia ging es mit dem egged Bus nach einiger Wartezeit nach EIlat, dem einzig offenen Grenzübergang nach Jordanien. Nach 4 Stunden erreichten wir im Dunkeln unser Shelter Hostel, ein christlich geführtes, kleines, aber sehr freundliches Hostel. Männer dürfen hier sogar für 35 Shekel draußen übernachten, Frauen müssen allerdings auf die 70 Shekel teuren Schlafsäle zurückgreifen. Nichtsdestotrotz machten wir uns am nächsten Morgen frohen Mutes auf Richtung Grenze, quatschten dort eine koreanische Kanadierin an und teilten uns mit ihr ein Taxi nach Rum Village, wo wir von Julias Bekanntem Khaled herzlich willkommen geheißen wurden. Sein Cousin zweiten Grades seiner Mutter und dessen Nichte fuhr uns mit seinen jungen 16 Jahren durch die atemberaubende Wüste Wadi Rum, bis wir schließlich das Khaled Camp erreichten und unser Lager erst einmal aufschlagen konnten. Nach einer kurzen Pause schlenderten wir noch ein wenig durch die Gegend, genossen die Stille und Weite dieser einmaligen Landschaft.
Am Abend stießen noch ca. 15 andere Gäste hinzu und Muhammad, der Koch, zauberte ganz nach arabischer Manière, pünktlich auf 21.30, ein Lächeln auf unsere vor Hunger schon verzerrten Gesichter: Taboulé, Fladenbrot, Reis, Gemüse, Hummus, Hühnchen... köstlich! Nach unserem fürstlichen Mahl ging es auch schon Richtung unser Zelt, während wir den gleißend hellen Sternenhimmel noch bewunderten. Sogar die Milchstraße hat man klar und deutlich sehen können. Fantastisch!
Am nächsten Morgen gab es um 7.00 "Frühstück", bevor wir mit Ali in den Jeep sprangen und uns aufmachten zu unserer Wüstentour. Los ging es mit bizarren Steinformationen, Sanddünenlehren, es folgten Kletteraktionen, Canyon Wanderungen und ein ausgedehnter Mittagsschlaf im Schatten eines Felsvorsprunges. gegen Nachmittag versuchten wir uns noch im Sanddboarden, bevor wir mitten in der Wüste abgesetzt wurden, da unsere Kamele zurück ins Rum Village schon auf uns warteten. So ging es langsam und gemähchlich zurück ins Dorf, von dort mit dem Taxi wieder an die Grenze und das ganze Procedere zurück nach EIllat, wo wir noch einen letzten Abend am Strand verbrachten und erneut im Shelter Hostel nächtigten; sehr zur Freude der Gastgeber.
marnie hensler - 11. Jun, 09:07
Im Nachhinein betrachtet, stellt Israel nun für mich eine Vielfalt dar, wie ich sie mir niemals hätte vorstellen können. Angefangen im unglaublich spannenden Jerusalem, wo wir drei Tage mit Auf- und Ablaufen der ganzen Souks, Nebengässchen, Kirchen, Viertel und Museen verbrachten, ging es mit einem Mietauto hoch nach Akko, um die berühmte Stadt mitsamt ihrer Zitadelle per Audioguide genauer erkunden zu können. Im süßen Hotel (Akkotel) mitten in den Resten der Stadtmauer, verbrachten wir allerdings nur eine kurze Nacht, kamen jedoch in den Hochgenuss eines wunderbaren Abendessens am Fenster eines Restaurants, welches direkt an der Hafenpromenade stand und folglich einen gigantischen Blick auf den Sonnenuntergang offenbarte.
Von dort ging es weiter ans tote Meer, nach Ein Gedi, wo wir in einem Kibbuz für drei Tage nächtigten und das Spa genossen. Eines Abends gingen wir sogar nachtwandern durch die Wüste, crashten eine arabische Hochzeit (ja genau, MITTEN in der Wüste) und hörten einige spannende Dinge über die Wüste Negev und das tote Meer. Am nächsten tag machten wir uns für unsere Verhältnisse früh auf nach Masada, um der gleißenden Hitze vielleicht auszuweichen, doch trotzdem bekamen wir die 30°+ sehr zu spüren und waren gegen Nachmittag nur noch erschöpft am Pool vorzufinden; jedoch mit beeindruckenden Bildern von Herodes und seiner Herrschaft im Kopf und der faszinierenden Funktionstüchtigkeit dieser (fast) uneinnehmbaren und dadurch auch immer noch etwas mysteriösen Megafestung.
Die vier letzten Tage verbrachten wir in einer schnuckeligen Atelierswohnung direkt in Jaffa, Tel Aviv, erkundeten die Gegen und den Strand dort und genossen die letzten Tage ohne Auto fahren mit gutem Essen und sonnigem Wetter.
marnie hensler - 11. Jun, 08:58
Nach knapp 4,5 Stunden Flug landete ich gegen 19.20 in Sydney. Mit dem Stempel im Pass und einem vorfreudigen Kribbeln im Bauch ging es durch die Immigration und dann um die Ecke, direkt zu Isy und Ian, die mich beide warmherzig begruessten und mir gleich meinen tonnenschweren Rucksack abnahmen. Nach einem kleinen Abstecher zum Opernhaus ging es weiter nach Norden in das vertraute Pymble. So Vieles wiederzuerkennen und einfach zum zweiten Mal zu sehen war einfach nur schoen und mit Nancy und Andrew (meinen Gasteltern) gab es dann Bananenbrot und Tee, eigentlich genau wie damals. Von der ersten Minute in diesem wunderbaren Haus fuehlte ich mich total wohl und geborgen und die ganzen schoenen Erinnerungen von damals waren auf einmal noch viel praesenter. Am naechsten Morgen standen auch schon genau die selben Muesliutensilien auf dem Tisch, die ich vor drei Jahren so gerne gegessen hatte. Einfach nur goldig. Mit Ian ging es dann auf eine kleine Beachtour und auch hier wieder viele schoene Erinnerungen an damals.
Und jetzt ist es auch schon Freitag und ich habe drei wunderbare Tage in meiner Lieblingsstadt verbracht, das feinste Essen verzehrt und allgemein wurde ich von oben bis unten verwoehnt und werde es immer noch. Im Moment bin ich gerade in Newcastle bei Isy und nachher fahren wir gemeinsam wieder runter nach Sydney. Ach diese Stadt ist ein Traum und fuer die letzte Zeit dieser Reise ist das gerade genau das Richtige.
marnie hensler - 19. Apr, 03:08
Freitag Nachmittag ging es nach einem kleinen Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein wieder auf den Bus zurueck in die Metropole Auckland. Wieder im gleichen Hostel konnte ich gerade noch meinen Rucksack in den 12 Bett Schlafsaal schmeissen, aus dem Augenwinkel noch kurz realisieren, dass ich die einzige weibliche Person im Zimmer bin, bevor ich mich auf der Dachterasse mit einem Deutschen traf, den ich noch aus Paihia kannte. Nach einer Nudelsuppe ging es auf "1" Bier in den Pub, doch daraus wurden ein paar mehr, sodass wir irgendwann mit zwei Neuseelaendern aus Invercargill in einem Club namens 1885 landeten. Bedenkt man nun meine Rucksackgarderobe, kann man sich erschliessen, wie ich neben all den High Heels und Kleidchen tragenden Damen aussah: Brille, ungeschminkt, Schlabberhose und Flip Flops. Aber hey... Backpacken heisst back to the roots und es war ein herrlicher Abend. In der Fahrradkutsche fuhren wir zurueck zum Hostel, um am naechsten Morgen gleich eine kraeftige Shopping- und Erkundungstour durch Auckland zu starten. Abends ging es nach leckeren Spaghetthi Gorgonzola (mal was anderes als die rote Sosse...) auf den Skytower, um die naechtliche Kulisse Aucklands bewundern zu koennen.
Und schon war er auch angebrochen: Der naechste Morgen, der LETZTE Tag in Neuseeland und auch irgendwie der letzte Tag des Reisens. Ein ganz merkwuerdiges Gefuehl liess mich den ganzen Tag nicht los und selbst als wir auf den Mount Eden hoch liefen, um erneut eine atemberaubende Kulisse Aucklands vor uns zu haben, konnte ich immer nur an den Flug am Abend denken. Tja.. und so ging es gegen 14.00 auf den Airport Bus und um 18.00 lag dieses wunderbare, gruene, natuerliche, wunderschoene und einfach geniale Land schon Meilen unter mir. Eine Zeit voller Erlebnisse, die man niemals vergessen wird!
marnie hensler - 19. Apr, 02:57
Jetzt bin ich also in Paihia gelandet, einem wunderschoenen kleinen Staedtchen direkt am Meer in Bay of Islands. Mit dem Stray Bus ging es am Montag Morgen gegen 7.00 los und mit einem mal waren alle meine Bedenken bezueglich alleine reisen und sozialisieren wie weggeblasen. Denn nach zwei minuten im Bus war klar: Die Leute hier reisen auch fast alle alleine, sind mega cool drauf und labern genauso gerne wie ich. So weit so gut.
Nach einigen Stops auf dem Weg in den Norden, unter anderem bei 500 jahre alten Kauri Baeumen, dramatischen Wasserfaellen und kurzen Lookouts kamen wir in Paihia an und fielen erst einmal muede in die Hostelbetten nach einer kurzen Runde im eigenen Whirlpool. man goennt sich ja sonst nichts.
Am naechsten Morgen ging es allerdings auch shcon wieder um 6.00 los mti dem Bus an die noerdlichste Ecke Neuseelands, zum Cape Reinga. Dort konnten wir live beobachten, wie sich ein Wirbelsturm ueber dem Meer bildet, bevor wir klatschnass im Bus landeten. Doch wie das Wetter in neuseeland hier so spielt, strahlte 10 Minuten spaeter die Sonne wieder mit ganzer Kraft, sodass wir beim Sandboarden eine wunderbare Kulisse und einen Heidenspass hatten. mit Vollgas auf dem Buggyboard die Sandduene runter... Am 90 Mile Beach fuhren wir direkt am Wasser wieder zurueck (auch wenn der 90 Mile beach eigentlich nur 56 Meilen lang ist...) und stoppten am Ende des Tages noch bei den beruehmten Fish and Chips in Mangapouri. Dementsprechend waren wir nach zwei Bier am Abend auch halb tot und landeten um 22.00 im Bett. Doch fuer mich ging es am naechsten tag gleich wieder um 7.00 raus, diesmal zu den Delfinen. Da das noch oben auf der Neuseeland-Liste stand, ging es mit einem kleinen Boot und 16 anderen Leuten raus aufs Meer, um die Bottlenose Delfine zu finden. Das Glueck war sogar mit uns, sodass wir gleich nach der ersten Bucht einen Haufen fanden und dann ganz ploetzlich hiess es nur: "Off you go, go, go!" Und schwupps waren wir mit Flossen und Schnorchel im Wasser. Und heieiei waren die Tiere gross, viel groesser als ich gedacht hatte und dadurch auch sehr beeindruckend. Allerdings musste man sich sehr anstrengend und schnell mitschwimmen, um sie bei Laune zu halten. Drehte man sich unter Wasser, drehten sie sich mit und man koennte der ihre Gerausche wahrlich durchs Wasser hoeren. Einfach faszinierend und sagenhaft dieser Ausflug! Mit Delfinen schwimmen: Check!
Tja und jetzt waren erst einmal zwei Tage relaxen am Strand angesagt, um alles zu verarbeiten und noch ein bisschen Braeune zu fangen. In zwei Stunden geht leider auch shcon mein Bus zurueck nach Auckland und am Sonntag heisst es dann Bye Bye Neuseeland und hallo Australien. Ein bisschen komisch fuehlt sich das schon an...
marnie hensler - 12. Apr, 02:31
3,5 Wochen in unserem lieb gewonnenen Camper "Fred" sind jetzt auch vorbeigegangen und wir stehen am Ende unserer gemeinsamen Zeit zu dritt. Dass das Schicksal das auch nicht gut findet, zeigte sich bei unserer Ankunft in Auckland. Nach Neuseelands kleinen, feinen und vor allen Dingen ueberschaubaren Strassen platzten wir in Auckland direkt in den Triathlon hinein. Sprich: Die halbe Stadt war abgesperrt und mit dem Camper und der Orientierung war an kein Durchkommen zu denken. Der inkompetente iSite Berater machte die Sache nicht besser, sodass wir etwas genervt gegen Nachmittag im Holiday Park abstiegen, was wir bis jetzt eigentlich wunderbar vermeiden konnten. Naja.. auf die 20 Dollar kommt's auch nicht mehr an, dachten wir dann... Nach einem letzten Abendessen (Reis, was sonst...!?) ging es an die fast schon whanwitzige Aufgabe "Packen". Doch oh Wunder, noch im Dunkeln konnten alle Dinge in unseren Rucksaecken verstaut werden und als unser werter Nachbar uns noch einen Fruehstuecksgutschein fuer drei Personen schenkte, war der Tag als "letzter" Tag wirklich schoen abgerundet. Eine letzte Nacht in unserem geliebten Fred... Am naechsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Fruehstueck Richtung Airport, wo der schwere Abschied gekommen war. Und nein, nicht unser Abschied, sondern der Abschied von Fred, denn wir wussten: Fred werden wir wahrscheinlich nicht mehr wiedersehen... Als wir uns verabschiedeten wussten wir wenigstens, dass es keine Trennung auf lange Dauer ist. Aber Fred...
Naja... so kam es, dass meine beiden Lieblingschaoten jetzt auf dem Rueckflug ins kalte Deutschland sind und ich gerade 210$ ausgegeben habe, um morgen nach Bay of Islands zu fahren. Mal schauen, wie es sich so reist alleine...
marnie hensler - 7. Apr, 06:15
Tja... jetzt sind wir doch wirklich 6 Tage in Port Jackson geblieben. Unsere Absicht war zwar schon, ein bisschen abspannen zu koennen und ein bis zwei Tage an einem Ort zu sein, doch irgendwie haben wir uns in das schnuckelige Port Jackson verliebt. Von Coromandel ging es eine Stunde nach Colville, wo ein grosses Schild darauf hindeutete, dass man sich hier jetzt eindecken sollte mit Nahrung und Sprit, bevor man weiter nach Norden faehrt. Wir dachten uns nur: "Easy, haben ja noch 4 Kilo Reis...". So schlaengelten wir uns 35 km Schotterstrasse Kurve um Kurve, Berg um Berg nach oben, bis wir um den allerletzten Schlengel kamen und uns eine Traumbucht entgegenlachte. Die netten Campwaerter Len und Jenny wiesen uns zu unserem Platz direkt am Meer und wir konnten unser Glueck kaum fassen. Auch wenn es Osterwochenende war, konnten wir in Ruhe am Strand liegen, schwimmen, wandern und vor allen Dingen eins tun: Auspacken. Wir breiteten uns regelrecht mit Genuss aus, konnten Tische und Stuehel stehen lassen und unsere Waesche aufhaengen ... Am naechsten Morgen war der Platz auch wie leer gefegt, da alle Neuseelander zurueck zur Arbeit mussten. So konnten wir uns weiter in Ruhe braeunen und uns immer wiedre vor Augen fuehren, wie schoen Port Jackson doch ist. So kam es, dass wir gleich 6 Tage dortblieben und dann auch nur fahren mussten, weil unser Vorratsschrank nur noch eins zu bieten hatte: Reis und Sojasauce.
Naja... da Camilla und Lea am Sonntag eh nach Hause fliegen, sind wir jetzt gerade in Thame suaf der Durchreise nach Auckland und das Internet geht schon wieder gleich aus. Ich geh mir jetzt die Haare schneiden, cheers!
marnie hensler - 5. Apr, 02:01
Einen kleinen Beitrag moechte ich an dieser Stelle noch uber unsere Unterkunft hier in Taupo schreiben. Im Reisefuehrer lasen wir, dass es hier einen gratis Campingplatz gibt, eine wirkliche Raritaet hier in Neuseeland, da Freedom Camping doch in vielen Gegenden verboten ist, unter anderem Taupo.
Die Geschichte hinter dieser "Farm" ist folgende: Die Familie Reid besass vor einigen Jahren besagtes Grundstueck und vermachte es dann aus welchen Gruenden auch immer, der Stadt Taupo. Allerdings mit der Bedingung, dieses Grundstueck fuer alle Leute zugaenglich und kostenlos zu lassen. Insbesondere fuer Backpacker und Camper, da der ehemalige Besitzer scheinbar ein Herz fuer Traveller hatte.
So kam es, dass auch wir irgendwann in die Einfahrt zu Reids Farm einbogen und erst einmal dachten, wir haetten ien Hippiefest gecrasht. Direkt am Fluss zwischen Baeumen gelegen, erstrecken sich einige Flaechen an Wiesen und Parkluecken, in denen sich Neuseelaender, Camper, Campervans, Zelte und diverse andere Menschen tummeln, in der Sonne sitzen, rauchen, essen und Kajak fahren. Gegen Abend leerte sich es dann ein wenig und die Camper blieben fuer sich. So sassen wir ein ganzes Weilchen mit 6 Deutschen (es wimmelt hier nur so von Deutschen!) gemeinsam am Tisch, hoerten Musik und genossen es mal wieder, unter Menschen zu sein.
Danke an die Familie Reid wuerde ich an dieser Stelle wohl mal sagen...
marnie hensler - 28. Mär, 02:01
Was soll ich sagen... den letzten Tag und die atemberaubenden 45 Sekunden sind eigentlich nicht zu beschreiben. In einer Limousine wurden wir sogar abgeholt, kurz instruiert und dann in ein kleines, pinkes Flugzeug verfrachtet und ehe wir es uns versahen in die Luft gebracht. Hoehenmeter um Hoehenmeter schraubten wir uns bei traumhaftem Wetter ueber dem kristallklaren Lake Taupo immer weiter auf 4000 m Hoehe. Unsere Guides meinten nur, wenn das rote Licht nicht mehr blinkt, springen wir. Wir drei starrten gespannt immer abwechselnd aus dem Fenster und das rote Licht, uns immer wieder fragend, was und wieso wir uns das hier eigentlich antun. Doch als das Licht ausging und man an der Kante des Flugzeuges sass und in die Tiefe blickte... da dachte man schon kurz, jetzt ist alles vorbei. Wenn einfach nichts ausser Luft unter dir ist und du weisst, dass in wenigen Sekunden ein steinharter Boden auf dich wartet...
Doch dem Guide war deine Angst egal. Es hiess kurz und jetzt geht's los und schwupp... machten wir einen Salto und flogen im Sturzflug Richtung Erde. Ich hatte keine Ahnung mehr, wo oben oder unten war, sah nur den See und das Gruen am Boden wild durcheinanderwirbeln bis mein Guide mir auf die Schulter klopfte, als Zeichen der "Entspannung". Jetzt konnte ich meine Arme ausbreiten und das Gefuehl des freien Falls auch wirklich geniessen. Meine Guete war das ein Adrenalinkick! Nachdem ich mir 45 Sekunden die Kehle ausdem Leib geschrien hatte, ging der Fallschirm auch schon auf und wir befanden uns in einem sanften Sinkflug und jetzt konnte man die Zeit nutzen, um die Landschaft mit all ihrer Schoenheit wirklich aufnehmen zu koennen. Atemberaubend, unbeschreiblich einfach uebertrieben geil... Slebst diese Worte koennen das nicht wirklich erfassen und beschreiben. Unten angekommen ueberrollte uns ersteinmal ein irrsinniges Gluecksgefuehl und ich hoffe, ihr konntet jetzt zumindest einen kleinen Eindruck gewinnen, wie extrem so ein Sprung ist. Der erste Gedanke danach war: Wo bekommen wir jetzt nochmal 240 Dollar her, um ein zweites Mal zu springen.
Ein Riesenerlebnis!
Den Rest des Tages verbrachten wir damit, am See in der Sonne zu liegen und uns immer wieder gegenseitig vor Augen zu fuehren: "Checkst du, dass wir heute Fallschirm gesprungen sind!?". Ein Wahnsinnstag!
marnie hensler - 28. Mär, 01:52