Dienstag, 11. Juni 2013

Bei den Beduinen in Jordanien

Mit meiner Freundin Julia ging es mit dem egged Bus nach einiger Wartezeit nach EIlat, dem einzig offenen Grenzübergang nach Jordanien. Nach 4 Stunden erreichten wir im Dunkeln unser Shelter Hostel, ein christlich geführtes, kleines, aber sehr freundliches Hostel. Männer dürfen hier sogar für 35 Shekel draußen übernachten, Frauen müssen allerdings auf die 70 Shekel teuren Schlafsäle zurückgreifen. Nichtsdestotrotz machten wir uns am nächsten Morgen frohen Mutes auf Richtung Grenze, quatschten dort eine koreanische Kanadierin an und teilten uns mit ihr ein Taxi nach Rum Village, wo wir von Julias Bekanntem Khaled herzlich willkommen geheißen wurden. Sein Cousin zweiten Grades seiner Mutter und dessen Nichte fuhr uns mit seinen jungen 16 Jahren durch die atemberaubende Wüste Wadi Rum, bis wir schließlich das Khaled Camp erreichten und unser Lager erst einmal aufschlagen konnten. Nach einer kurzen Pause schlenderten wir noch ein wenig durch die Gegend, genossen die Stille und Weite dieser einmaligen Landschaft.
Am Abend stießen noch ca. 15 andere Gäste hinzu und Muhammad, der Koch, zauberte ganz nach arabischer Manière, pünktlich auf 21.30, ein Lächeln auf unsere vor Hunger schon verzerrten Gesichter: Taboulé, Fladenbrot, Reis, Gemüse, Hummus, Hühnchen... köstlich! Nach unserem fürstlichen Mahl ging es auch schon Richtung unser Zelt, während wir den gleißend hellen Sternenhimmel noch bewunderten. Sogar die Milchstraße hat man klar und deutlich sehen können. Fantastisch!
Am nächsten Morgen gab es um 7.00 "Frühstück", bevor wir mit Ali in den Jeep sprangen und uns aufmachten zu unserer Wüstentour. Los ging es mit bizarren Steinformationen, Sanddünenlehren, es folgten Kletteraktionen, Canyon Wanderungen und ein ausgedehnter Mittagsschlaf im Schatten eines Felsvorsprunges. gegen Nachmittag versuchten wir uns noch im Sanddboarden, bevor wir mitten in der Wüste abgesetzt wurden, da unsere Kamele zurück ins Rum Village schon auf uns warteten. So ging es langsam und gemähchlich zurück ins Dorf, von dort mit dem Taxi wieder an die Grenze und das ganze Procedere zurück nach EIllat, wo wir noch einen letzten Abend am Strand verbrachten und erneut im Shelter Hostel nächtigten; sehr zur Freude der Gastgeber.

Israel-das Land der Vielfalt

Im Nachhinein betrachtet, stellt Israel nun für mich eine Vielfalt dar, wie ich sie mir niemals hätte vorstellen können. Angefangen im unglaublich spannenden Jerusalem, wo wir drei Tage mit Auf- und Ablaufen der ganzen Souks, Nebengässchen, Kirchen, Viertel und Museen verbrachten, ging es mit einem Mietauto hoch nach Akko, um die berühmte Stadt mitsamt ihrer Zitadelle per Audioguide genauer erkunden zu können. Im süßen Hotel (Akkotel) mitten in den Resten der Stadtmauer, verbrachten wir allerdings nur eine kurze Nacht, kamen jedoch in den Hochgenuss eines wunderbaren Abendessens am Fenster eines Restaurants, welches direkt an der Hafenpromenade stand und folglich einen gigantischen Blick auf den Sonnenuntergang offenbarte.
Von dort ging es weiter ans tote Meer, nach Ein Gedi, wo wir in einem Kibbuz für drei Tage nächtigten und das Spa genossen. Eines Abends gingen wir sogar nachtwandern durch die Wüste, crashten eine arabische Hochzeit (ja genau, MITTEN in der Wüste) und hörten einige spannende Dinge über die Wüste Negev und das tote Meer. Am nächsten tag machten wir uns für unsere Verhältnisse früh auf nach Masada, um der gleißenden Hitze vielleicht auszuweichen, doch trotzdem bekamen wir die 30°+ sehr zu spüren und waren gegen Nachmittag nur noch erschöpft am Pool vorzufinden; jedoch mit beeindruckenden Bildern von Herodes und seiner Herrschaft im Kopf und der faszinierenden Funktionstüchtigkeit dieser (fast) uneinnehmbaren und dadurch auch immer noch etwas mysteriösen Megafestung.
Die vier letzten Tage verbrachten wir in einer schnuckeligen Atelierswohnung direkt in Jaffa, Tel Aviv, erkundeten die Gegen und den Strand dort und genossen die letzten Tage ohne Auto fahren mit gutem Essen und sonnigem Wetter.

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