Nach Te Anau ging es dann Richtung Queenstown, wo es uns nach 5 Tagen wild campen vor allem nach einer ganz bestimmten sanitaeren Einrichtung sehnte: Eine Dusche! Das angenehme, warme Troepfeln klang wie Musik in unseren Ohren, als wir in einem Hostel fuer 5 Dollar duschen und sogar das Internet benutzen durften. Schnell noch ein paar Fleece geshoppt und den beruehmten Furg Burger gegessen und schon verliessen wir das schnuckelige Tourstenoertchen Richtung Westkueste. Nach Wanaka stoppten wir nach einiger Suche in Luggate bei einem Camoingplatz, der uns empfohlen wurde, um fuer 20 Dollar (was echt ein sehr seltener Preis fuer Campsites ist hier in Neuseeland und deswegen auch in unser Budget passte...) endlich mal wieder Strom zu bekommen, um diverse Kameras und Handys aufzuladen. Am naechsten Morgen setzten wir useren Weg an die Kueste zum Fox Glacier fort, wanderten dort um einen See mit atemberaubendem Blick auf Fox Glacier und Mount Cook und campten in einer netten Einbuchtung mit Blick aufs Meer.
Dann ging es auch schon wieter Richtung Picton, einem goldigen Hafenstaedtchen und von dort aus mit der Faehre fuer unverschaemt viel Geld nach Wellington.
Im Moment befinden wir uns gerade in Taupo, doch die Internetzeit laeuft aus... Ich melde mich nochmal bei Euch und verrate nur eins: Morgen geht es 12.000 feet in die Luft und dann in einem Sprung runter! Yeeehaaa!
marnie hensler - 26. Mär, 03:24
Die erste Nacht verbrachten wir noch relativ weit unten im Sueden des Nationalparks am Lake Monowai, einem gratis Campingplatz direkt am See. Im Regen kamen wir an und fuhren im strahlenden Sonnenschein nach einem Fruehstuck am Seeufer am naechsten Tag weiter. In Te Anau stoppten wir, um unseren Camper nochmal vollzutanken und noch ein bisschen Milch nachzukaufen, da es auf den folgenden 120 km durch den Park nichts mehr geben sollte, was einer Zivilisation nahe kommt... Dort stoppten wir am Lake Gunn mit weiteren Campern und genossen eine erfrischende Kaelte am Morgen. Es war arschkalt, entschuldigt den Ausdruck.
Nichtsdestotrotz fuhren wir mit laufender Heizung nach oben zum Milfourd Sound und starteten die Wanderung des Tages:
Durch flaches Buschland ging die erste Etappe zwischen zwei Bergen auf Kies entlang... Wasserfaelle, Gletschermoraenen und Sonnenschein galt es zu bewundern bis... der Aufstieg loslegte. Und was fuer einer. Irgendwann konnte man das nicht mehr wandern, sondern nur noch klettern nennen und immer, wenn wir auf einer Hoehe ankamen und dachten: Das ist der Gipfel... schaute ein weiterer Huegel auf uns runter, haemisch lachend mit glitzernder Schneekuppe. Aber wir waren nicht klienzukriegen und trotzten Schweiss, Wind und Sonne... Und irgendwann nach einer Kletterei am Eisenseil und steilem Countdownaufstieg... waren wir da. Auf der Kuppe noch abgestuetzt, hochgesehen und aufgehoert zu atmen. So ein Blick. Wahnsinn.
Wir konnten ganz Milford Sound ueberblicken, links und rechts die schneebedeckten Berge und ganz hinten sogar das Meer. Das war ein "King of the World Feeling" vom Allerfeinsten. In der Sonne goennten wir uns ein bisschen Ruhe und Sonnenbrand, bevor es wieder an den Abstieg ging. Gegen Spaetnachmittag kamen wir dann unten an und genossen die Spaghetti gleich doppelt. Wie gut die schmeckten!
marnie hensler - 26. Mär, 03:16
So... ich melde mich mal wieder. Und nein, es ist nichts passiert. Neuseeland hat sich einfach nur als sehr sehr teures Pflaster erwiesen, sodass man hier sogar fuer 10 Minuten Internet 2 Dollar hinlegen muss. Aber von Anfang an:
In Christchurch angekommen hatten wir schon von Deutschland aus, unser Hostel, das "Jailhouse" gebucht. Kein Witz, das ist ein ehemaliges Gefaengnis und man haust in den Zellen. Alles aber total sauber, freundlich und gemuetlich. An einem Tag erkundeten wir die Container City Christchurch und holten am naechsten Tag unseren Happy Camper ab. Liebe auf den ersten Blick kann man das alle Mal nennen! Mit der Kupplung und dem Linksverkehr freundeten wir uns nach einer Weile auch an, stopften den Camper mit Grundnahrungsmitteln (Spaghetti, Kartoffeln, 5kg Reis, Tomatenkonserven, Cola, Schokolade und Weinkanister...) voll und waren on the road Richtung Sueden. Am ersten Abend campten wir oberhalb der Moeraki Boulders, das sind die kugelfoermigen Steine, die manch einer von Fotos kennt und fuhren am naechsten Morgen gleich weiter einmal quer durch die "Insel". Somit betraten wir den Fiordland Nationalpark, dem ein eigner Beitrag gewidmet sei...
marnie hensler - 26. Mär, 03:09